BEHINDERTENSPORT

TSG Jerstedt bietet Sport für Behinderte

Kinder und Jugendliche mit Handicap sollen integriert werden – Die ersten Schritte sind erfolgreich – Trampolinspringen zum Auftakt

Neuland betritt die TSG Jerstedt mit einem Angebot im Kinder- und Jugendbereich. Die Gruppen werden auch für behinderte Menschen geöffnet. Erste gemeinsame Übungen stießen auf eine positive Resonanz.

Mit dem Trampolinspringen, sagt TSG-Vorsitzender Serkan Durmus, habe man inzwischen gute Erfahrungen gemacht: „Es gab keinerlei Berührungsängste.“ Für ihn Grund genug, weiterzumachen und das Angebot auszuweiten, zumal, wie er betont, die TSG kreisweit der erste Verein mit einem solchen Angebot sei.

Partner der TSG ist der Verein ERIK, der es sich zum Ziel gemacht hat, die Integration von Menschen mit einem Handicap zu verbessern. Der Vorsitzende des vor 15 Jahren gegründeten Vereins, Frank Helgans, begrüßt die Aktivitäten, zumal sich Vereine schwer dabei täten, behinderte Kinder und Jugendliche aufzunehmen. Die Kontakte zwischen der TSG und ERIK waren zustande gekommen durch eine Aktion der 2. TSG-Herrenmannschaft, die für den Verein Benefizspiele veranstaltet.
Für die Aufnahme von Behinderten sieht sich die TSG nach den Worten Durmus‘ gut gerüstet: „Unsere Übungsleiter stehen dem sehr positiv gegenüber, ebenso die Eltern.“ Wer mag, kann sein Kind unverbindlich mitmachen zu lassen.

Nach dem erfolgreichen Start in der Trampolingruppe im September, dort machen bereits zehn Kinder mit, soll das Angebot auf die Kleinkinder-Turngruppe und die Leichtathletik ausgeweitet werden. In der Tischtennis-Abteilung spielt bereits ein behindertes Kind.

Die Kinder müssten zwar Mitglied in der TSG werden, betont Durmus, das habe aber versicherungstechnische Gründe. Allerdings könne der Beitrag für das erste halbe Jahr über die Familienkarte finanziert werden.

Wir betreten zwar Neuland“, so Hehlgans, „aber der erste Schritt ist gemacht. Und das ist entscheidend.“ ERIK selbst (www.erikweb.de) will vor allem ein förderliches Klima für die Integration von behinderten Kindern und Jugendlichen schaffen. Dazu zählen auch Pilotprojekte wie das mit der TSG, „um Leben und Lernen für alle erfahrbar zu machen und Vorurteile abzubauen“.
Interessenten können sich näher informieren bei bei Frank Hehlgans (0 53 21) 2 58 49.